Im Zuge einer Marktrecherche über aktuelle Applikationen für E-Mail Marketing Kampagnen haben wir für interne Zwecke ein Ranking der verschiedenen Anbieter erstellt. Wir möchten Ihnen unsere Eindrücke und Funktionsübersichten nicht vorenthalten, und in einer Serie über die nächsten Wochen auf alle relevanten Systeme eingehen.
Dieser erste Teil soll einen Überblick über die möglichen Varianten solcher Applikationen geben.
Desktop-Software
Die Software wird als dezentrale Ein-Platz Anwendung angeboten, in der Regel nur für Windows. Die Anwendung würde also beispielsweise auf einem Büro-Computer installiert, das Versenden erfolgt im Prinzip wie bei einem E-Mail-Programm.
Nachteilig bei dieser Methode ist:
- dass diese nur dezentral verwaltet werden kann und Kampagnenanalysen und – reports auch nur von diesem Rechner eingesehen werden können
- der Rechner während des Versands eingeschaltet sein muss, wodurch termingesteuertes Versenden nur bedingt möglich ist.
Der Installationsaufwand ist hier sehr gering.
Beispiel: www.arialsoftware.com
webbasierte Applikation auf eigenem Server
Die Anwendung ist über den Browser steuerbar und wird auf einem Server installiert. Die Daten sind geschützt und keinem Dritten zugänglich. Der Versand funktioniert wie der Newsletterversand aus den Adminpanels der gängigen Shop-Systeme heraus, nur dass der Funktionsumfang weit größer ist. Terminierter Versand ist hier beispielsweise kein Problem.
Der Installationsaufwand ist bei dieser Variante am größten.
Beispiel: www.openemm.org
webbasierte Applikation als Software-on-Demand auf Fremdservern
Hierbei wird die Applikation angemietet. Sie ist auf den Servern des Anbieters installiert und direkt nach Registrierung arbeitsfähig – der Zugang erfolgt auch hier über den Browser und ist somit von überall möglich.
Die Anbieter lassen sich hierbei noch in zwei Gruppen einteilen:
- Full-Service-Agenturen (beispielsweise eCircle), die nicht nur die Software anbieten sondern sich direkt auch um die Einrichtung der Templates, Adressgenerierung und eine längerfristige Marketingstrategie kümmern.
- Auf der anderen Seite stehen die Anbieter reiner Applikationslösungen. Hier ist die Bandbreite bei Qualität und Preis sehr groß.
Der wohl größte und entscheidende Vorteil dieser on-Demand-Lösungen betrifft das Thema „Whitelisting“. Die größeren dieser Anbieter bemühen sich um gute Beziehungen zu den wichtigen ISP (InternetServiceProvider), die letztlich für die Zustellung der E-Mailings zu den Kunden zuständig sind. Wird eine E-Mail von den Spamfiltern der ISP gefiltert, landet sie oft nicht einmal in den „Spam“-Ordnern der Kunden, natürlich unabhängig davon, ob dieser den Newsletter eigenwillig abonniert hat oder nicht.
Whitelisting bedeutet nun nichts anderes, als dass sich diese Anbieter bemühen, mit ihren IPs auf die „weißen Listen“ der ISPs zu kommen, damit die Newsletter ihrer Kunden nicht mehr gefiltert werden.
Grundsätzlich lässt sich hierbei sagen, dass je größer und teurer der Anbieter, desto besser die Beziehungen zu den ISP, und desto höher die Zustellquote. So liegt die Zustellquote ohne Whitelisting bei etwa 70%, mit Whitelisting können 95% erreicht werden (Nachzulesen auf Marketingbörse).
Der Einrichtungsaufwand ist bei dieser Lösung sehr gering. Des Weiteren sind Updates und neue Versionen der Software direkt zugänglich.
Beispiel: www.sc-networks.com